» Burg Löffelstelz  

Die Burg Löffelstelz und der Verschönerungsverein

Es ist in besonderer Weise dem Verschönerungsverein zu verdanken, dass die Burgruine Löffelstelz in der heutigen Form erhalten blieb.



Die Löffelstelz ist von April bis Anfang Oktober sonn- und feiertags zur Besichtigung  geöffnet. Genaue Daten siehe unter Besichtigungsmöglichkeiten und Führungen



1. Die Anfangsjahre

Im Jahre 1808 wurde die Ruine zum Abbruch an die Gemeinde Dürrmenz verkauft. Bereits zuvor hatte die Ortsbevölkerung das Gemäuer als Steinbruch genutzt. Als im Jahre 1898 bei einem "Kaisermanöver" die Südmauer der Burg und damit auch der Eingang einstürzte, nahm sich der kurz zuvor gegründete Verschönerungsverein der Sicherung und Instandsetzung der Ruine an. Die Arbeiten begannen im Jahr 1902 und fanden 1911 ihren Abschluss. Im Einzelnen waren es folgende Maßnahmen:
  • Burgeingang vor der SanierungErrichtung eines neuen Burgeingangs als Spitzbogenportal
  • Lugnische in der NordwandEinbau einer Lugnische in der Nordwand
  • Burg Ausgang: Auf dem Foto sind die Steintreppen zu sehen, mit denen die ehemaligen Weinbergterrassen erschlossen wurden.Erschließung der ehemaligen Weinbergterrassen im Burginnern als Naturbühne
  • Ausbrechen einer Aussichtsplattform am Burgsockel (erfolgte bereits 1898)


Der Verschönerungsverein bemühte sich auch jahrelang um den Plan der sogenannten „Burgfreiheit“. Durch zahlreiche Spenden aus dem In- und Ausland konnte die ganze Umgebung käuflich erworben und in den Jahren 1905-1908 zu den Burganlagen umgestaltet werden. Schließlich ließ der Verein im Jahre 1911 dort eine Schutzhütte errichten.Burganlagen

Zwischen den beiden Weltkriegen verzeichnet das Protokoll lediglich „Erweiterung
und Wegearbeiten in den Burganlagen“.


2. Nach der Neugründung des Verschönerungsvereins 1949 (bis 2004)

Nachdem in den 1970er/80er Jahre der Burghof für eine Reihe kultureller Veranstaltungen genutzt wurde, überließ man die Burg seit Mitte der 80er Jahre sich selbst. Die Folge war der schleichende Verfall der Anlage, wobei die ausufernde Vegetation maßgeblichen Anteil hatte.

Demzufolge reduzierten sich die Aktivitäten des Verschönerungsvereins auf einige wenige Maßnahmen:
  • Metalltafel am BurgeingangAnbringen einer Metalltafel an der Burg
  • Botanische Beschilderung der Burganlagen
  • Burgbeleuchtung
  • Pflastersteinbelag für die Burg und Wegeinstandsetzung
  • Wegweiser zur Burgruine

3. Die Zeit der bauhistorischen und archäologischen Forschungen 2004-2007

Geschichtliche Darstellung siehe „Die Löffelstelz - Burggeschichte und Rekonstruktionen“ (Infobroschüre als pdf-Datei)

Burg mit Kran: Einsatz des Krans zum Abtransport der Gewölbekellerverfüllung über die Schildmauer hinweg, 2006Die geschätzten Baukosten der Grabungs- und Instandsetzungsarbeiten betrugen ca. 270.000,- EUR. Federführender Spendensammler der Bürgerspenden und der Spenden von Organisationen war der Verschönerungsverein. Er konnte nahezu 100 000,- EUR beisteuern.
Schwerpunkte waren:
  • Nischenkachelreste eines Kachelofens, grüne Lasur, Lindwurmmotiv, um 1400Auslagen für Material, Maschinen und Verpflegung der „Scherbabuzzer“
  • Aufarbeitung und Sicherung der Funde durch die „Scherbabuzzer“



  • Schildmauer von außenAufbau des Kellergewölbes, 2007Sicherung der Schildmauer
  • Rekonstruktion des Gewölbekellers
  • Teilhonorare für Archäologe und Bauhistoriker

4. Ausflugsziel und Veranstaltungsort 2008 bis heute

Die Burg ist nun wieder für Besucher geöffnet. Die Volkshochschule veranstaltet seit 2009 jährlich 5-6 Open-Air-Konzerte, die sich großer Nachfrage erfreuen. Im Heimatmuseum entstand eine neue Abteilung zur Burggeschichte.

Der Verschönerungsverein beteiligte sich finanziell und ideell an der Verbesserung der Infrastruktur für die Burgbesucher durch folgende Maßnahmen:

»  Neubearbeitung  2010: Informationsbroschüre zur Burggeschichte (PDF-Datei)

  • BildleistenHerstellung von Bildtafeln über die Historie in der Burg, Ergänzung 2010
  • Gestaltung eines Informationsplakats am Eingang (2010)
  • Informationstafeln für den Keller (2010)Beleuchtung
  • Auswertung der Burgfunde
  • Adventsbeleuchtung der westlichen Burgfenster (2011)
  • Beteiligung am Burgwächterdienst (jährlich) Wappen


  • Verschönerungsverein unter den PreisträgernPreisträger

    (2014)  

  • Installation des "Burggeistes", einer Skulptur, die per Bewegungsmelder die Besucher im vorderen Keller begrüßt (2016)                                                                                                                                                  




Eines ist sicher: Die Burgruine Löffelstelz wird auch in Zukunft im besonderen Fokus des Verschönerungsvereins stehen.


Fotos:  Ulrich Maier †, Gerhard Maresch, Ewald Scheytt, Stadtarchiv Mühlacker

Neu

Bürgerpreis
für Albrecht Münzmay

Bürgerpreis





Foto: Fotomoment

Die Bürgerstiftung Mühlacker verlieh Albrecht Münzmay (3.v.l.) den Bürgerpreis 2017. Als langjähriger Vorsitzender unseres Vereins hat er durch sein Engagement "unsere Stadt und damit unseren Lebensmittelpunkt noch ein Stück lebens- und liebenswerter gemacht", so der Laudator beim Festakt.
(siehe auch untenstehender Pressebericht)

Veit Kibele neuer Vorsitzender


Münzmay-Kibele

Nach 32 Jahren an der Spitze des Vereins hat Albrecht Münzmay (r.) im März 2017 das Amt in die Hände von Veit Kibele gelegt. (siehe auch untenstehender Pressebericht)
(Foto: Kollros)


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